Monatsarchiv: Juli 2010

Blaues “Wunder”

Neulich war ich in der Stadtbibliothek in Köln, um mir ein paar alte Stadtanzeiger-Ausgaben anzusehen. Irgendwann verspürte ich das Verlangen, etwas Ballastwasser abzulassen.

Als ich dann das gewisse Örtchen betrat, erlebte ich quasi mein “blaues Wunder”. So eine Beleuchtung hatte ich noch nicht gesehen. Warum diese “Einrichtung” so illuminiert war, konnte ich mir nicht ganz erklären. Doch dann viel mir ein, dass ich mal davon gehört hatte, dass es auf diese Weise Fixern erschwert werden soll, die Venen zu finden, und sie damit von dem “Ort” fernzuhalten.

Ganz ehrlich, bei der Beleuchtung muss auch bei Nichtfixern der Drang schon groß sein, um hier sein “Eau de Cologne” abzugeben.

Stieg Larsson – “Verblendung”

Als ich das Buch “Verblendung” geschenkt bekam, hatte ich vom Autor Stieg Larsson bis dato noch nichts gehört. Wenn euch das auch so geht, dann solltet ihr euch den Namen jedoch merken. Denn dieses Buch ist so spannend und gut geschrieben, dass man jede freie Minute dazu nutzt, es zu lesen.Titelbild-VerblendungTitel-Verblendung
Für Krimi-Freunde (auch wenn dieses Buch unter der Kategorie “Roman” erschienen ist), die z. B. gerne Elisabeth George, Minet Walters o. A. lesen, kann ich es nur empfehlen.

Mehr Infos findet ihr durch Klick auf das Bild.

Baby-Power

War das wieder (k)eine Nacht. Um 2:30 Uhr beschloss unser Lütter, den Matratzen-Horchdienst zu beenden und uns mit seinem neu hinzugewonnenen Wortschatz zu beglücken. Tagsüber ist man ja echt stolz auf diese Entwicklung aber nachts …?

Volle drei Stunden Überredungskunst waren nötig, um ihn davon zu überzeugen, dass 5 Stunden nächtlicher Schlaf für ihn und 3 Stunden für uns definitiv zu wenig sind. Um 5:30 Uhr kehrte wieder Ruhe ein, die dann aber um 8:00 Uhr schon wieder beendet wurde.

Eines ist klar, ich muss früher ins Bett!

Sind wir damit eigentlich alleine oder kennt ihr das auch?

Der Kölner Zoo hat Geburtstag

Genau heute vor 150 Jahren öffnete der Kölner Zoo zum ersten Mal seine Tore.

Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

Zu diesem Jubiläum werden dort in den nächsten Tagen interessante Aktionen stattfinden. Informationen rund um das Geburtstagskind gibt es hier.

Hotline – WA(H)N – Sinn

WLAN-Router

Hier mal eine kleine Geschichte:

Gestern rief mich ein Bekannter an, und schilderte mir verzweifelt ein Netzwerk-Problem. Seine einzige und für ihn wichtigste Aussage lautete: “Es geht nicht, ich komme nicht ins Internet.

Nun muss man dazu sagen, dass er nicht gerade deeeer Spezialist auf diesem Gebiet ist. Muss man ja auch nicht, wozu hat man Bekannte?
Aber dann sollte man auch die Finger von den Einstellungen lassen und erst anrufen!

Nun gut, zu spät.

Also versuchte ich mir ein imaginäres Bild über die “Hotline” von der Situation zu machen:

Hast du WLAN?
WAS?
Ist dein Laptop an ein Kabel angeschlossen?
Ja, mit der Steckdose!
Nein, ich meine, ob du per Funk ins Internet gehst?
Achso, ja!
Besteht eine Verbindung zu deinem Router?
Wie sehe ich das?
Meistens ist in der Taskleiste unten rechts ein Symbol mit im besten Fall grünen Balken oder so ähnlich.
(Nach kurzer Stille) Nein, ist grau.

OK, zuerst verbindest du am besten mal deinen Laptop über ein LAN-Kabel mit deinem Router. Wir müssen nämlich prüfen, ob das WLAN per WEP oder WAP verschlüsselt ist. Denn die KEYS müssen übereinstimmen.
Aaach sooo.

Am besten wir checken dann noch, ob der Router als DHCP eingestellt ist. Wenn nicht, müssen wir die IPs prüfen.
Mhm.

Dann werfen wir noch einen Blick auf die WAN-Einstellungen und die LOGIN-Daten deines Providers.

Auf der anderen Seite war es plötzlich still und ich konnte deutlich die Gedanken meines Bekannten über das Telefon hören: LMAA.

OK, das war auch etwas zuviel Technik auf einmal für einen Normaluser.
Ich glaube, ich fahre besser mal hin.

Pipi im Becken

Ich bin ja nicht der Schwimmfan, ansonsten würde es mich schon nachdenklich machen.

Bei einem Schwimmbadtest stellte sich heraus, dass bis zu 60 Liter(!) Pipi im Becken waren. Das heißt, dass etwa 200 bis 300 SchwimmerInnen mal eben so nebenbei etwas Ballast abgelassen haben. Früher nannte man soetwas im großen Stil auch Verklappung.

Und dieses Schwimmbad ist da keine Ausnahme. Denn was wir gemeinhin als den typischen Schwimmbad- / Chlorgeruch wahrnehmen, entsteht nur in Verbindung mit Urin. Reines Chlorwasser ist nahezu geruchsneutral, so wie unser Leitungswasser.

Also, beim nächsten Schwimmbadbesuch den Mund nicht zu voll nehmen!

Fußballnation

Na endlich: Unser Bundesjogi Löw bleibt für weitere zwei Jahre unser Nationaltrainer. Der DFB hat mit ihm nach einigem hin und her den Vetrag verlängert. Bis zur EM scheint also erstmal alles gesichert.

Ich habe förmlich den Aufseufzer der Erleichterung unserer Fußballnation gehört, als die Meldung über den Äther (mittlerweile müsste es wohl Ether heißen) geschickt wurde.

Na dann steht einem EM-Pokal ja nichts mehr im Wege.

Fotos in the Box

No. 2 Brownie von Kodak

Vor etwa zwei Jahren haben ich von meinem Onkel eine schöne Sammlung alter Fotokameras geerbt. Da sie alle noch funktionsfähig sind, hat es mich schon immer mal gereizt, eines dieser Analogschätzchen auszuprobieren.

Leider findet man keine Platten für die Plattenkameras mehr. Allerdings gibt es noch Rollfilme.

Letztens war es dann so weit. Rein in den Fotoladen, einen Schwarz-Weiß-Rollfilm (acht Aufnahmen!) gekauft und mit einer alten Box ab ins Bergische. Tja, da stand ich “digitalverwöhnter” Hobbyfotograf mit der kleinen Kiste in der Botanik. Viel falsch machen kann man nicht mit nur drei Blendenstufen und einem Auslöser. Viel richtig allerdings anfangs auch nicht.

Die Sicht durch das Prisma war auch erstmal gewöhnungsbedürftig. Aber interessant war es allemal. Das fanden wohl auch die Spaziergänger, deren Blicke doch große Verwunderung ausdrückten.

Groß waren dann meine Erwartungen erstmal nicht, als ich ein paar Tage später die Abzüge abgeholt habe. Aber es hat funktioniert (Ergebnisse s. u.)!

Nach der Tour ist mein Respekt für die “alten” Fotografen und die Technik noch mehr gestiegen. Denn diese funktioniert auch heute nach fast 100 Jahren noch. Das wird man später wohl kaum von irgendeiner Digitalkamera behaupten können.

Was seid ihr eigentlich für “Fotografen”?
Eher die bedächtig Suchenden oder die “Ballerer” mit dem Motto “erstmal alles in den Kasten”?

“Orakel” Facebook

Sehr merkwürdig fand ich das schon. Da habe ich eine Mail von einer Bekannten von mir mit der Einladung zu Facebook bekommen. Und am Ende dieser Mail waren drei Fotos zu sehen, von denen Facebook orakelte, dass ich die dort abgebildeten Personen kennen könnte.

Das Orakel war nicht schlecht, denn die abgebildeten Personen kenne ich tatsächlich. Nur folgendes ist seltsam:

  1. ich bin nicht bei Facebook angemeldet, habe dort also keinerlei Daten über mich hinterlassen,
  2. die drei mir bekannten Personen stehen in absolut keiner Beziehung zu derjenigen, die mir die Einladung geschickt hat.

Da fragt man sich mittlerweile schon, wer was über wen schon alles weiß und in wie weit diese Daten miteinander verknüpft/vernetzt sind. Also, ruhig bei Payback und Co. mitmachen. Denn die kennen wahrscheinlich eh schon alles Wissenswerte über euch.

Der heise – Verlag hat darüber auch schon berichtet. Den Artikel dazu findet ihr hier.

Silikonkrümel mit Mehl entfernen

Vielleicht hattet ihr auch schonmal ein ähnliches Problem wie ich heute: Wegen Schimmel in der Dusche muss das Silikon erneuert werden. Also erstmal das alte Zeugs aus den Fugen kratzen. Das geht meiner Erfahrung nach am besten mit einer Cutter-Messerklinge.

Doch damit ist es noch nicht getan. Der Wabbelkram muss irgendwie aus der Duschtasse. Aber diese Silikon-Minifitzelchen erweisen sich als äußerst hartnäckig bei meinen Kehrversuchen. Und einzeln aufsammeln ist doch sehr zeitaufwändig.

Da kam mir die Idee, die Klebekrümel mit Mehl einzustäuben. Was bei klebrigem Teig hilft, könnte auch hier zum Erfolg führen. Und tatsächlich: Nachdem ich die Silikon-Mömmesse paniert hatte, konnten sie ganz einfach aufgekehrt werden. Den Rest Mehl noch schnell weggespült, neu verfugt und fertig.

Vielleicht hilft euch der Tipp ja auch bei der nächsten Renovierung.