Vielleicht ist man ja als Blogger auch eine Art “Schwätzer”. Denn man neigt ja doch dazu, so einiges im Laufe der Zeit von sich zu geben. Doch wenn das Ganze interessant oder auf irgendeine Art unterhaltsam ist, ist absolut nichts dagegen einzuwenden. Und das trifft zumindest auf alle die Blogs zu, die ich bisher kennen gelernt habe und regelmäßig besuche.
Die Schwätzer, die ich meine, sind von einem anderen Schlag.
Letzte Woche war ich bei einem hervorragenden Vortrag über Bildgestaltung in der Fotografie. Ein zentraler Punkt dabei ist u. a. die Regel des goldenen Schnitts. Dabei geht es, um es stark gekürzt zu erklären, darum, dass wir einen Bildaufbau, der diesem goldenen Schnitt entspricht, besonders interessant und ästhetisch finden.
Jetzt war da einer der Zuhörer, der mir schon vorher durch äußerst langatmige Wortausbrüche aufgefallen ist, aber ganz anderer Meinung. Kann man ja auch sein. Doch wenn man dann mit evolutionsbiologischen und genetischen Thesen daherkommt, die man nicht beweisen kann, wird es haarig.
Ich war auch drauf und dran, etwas dazu zu sagen. Doch ich hatte keine Chance. Der Schwätzer hatte sich so ereifert, dass der eigentliche Vortrag schon fast vergessen war. Um das Ganze nicht noch weiter ausarten zu lassen, habe ich dann meinen Mund gehalten.
Aus den Gesichtern der anderen Zuhörer war zu erkennen, dass diese Ähnliches gedacht haben. So schaffen es Schwätzer dieser Sorte dann, ihre Theorien zu behaupten, weil sie alles andere tot labern und fühlen sich wahrscheinlich noch bestätigt, da sie ja keine Widerworte bekommen.
Ich erwarte jedenfalls gerne eure Kommentare.




