Monatsarchiv: Dezember 2010

Gereimtes aus KW 52

Zu den Kita-Rechnungsposten
gesellen sich bald neue Kosten.
Die Gema hält dann ganz galant
für Liedkopien auf die Hand.
Vielleicht führt das in Kürze schon
zurück zur Liedgut-Tradition.
Denn für altes Volksgut muss
man nichts bezahl’n zum guten Schluss.

Da wünscht man sich seit Jahr und Tag,
dass es zur Weihnacht schneien mag.
Doch lange Zeit blieb uns verwehrt,
was absolut zum Fest gehört.
Dieses Jahr dann war’s so weit,
es hat gestürmt und auch geschneit!
Doch leider war’s dann etwas viel,
was aus den grauen Wolken fiel.
So musste man, statt Bäumchen schmücken,
ständig Schnee vorm Hause schippen.
Zu guterletzt saß man zum Fest
auf Flughafen oder Bahnhof fest.
Und die Moral von der Geschicht:
wie es auch kommt, es passt halt nicht.

Damit endet nun das Jahr.
Ich hoff, dass es erfolgreich war,
und auch, dass ich im Neuen dann
euch wieder hier begrüßen kann.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch
und ein gesundes neues Jahr 2011!

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

Es zieht wie Hechtsuppe

Oft nutzen wir Redewendungen im täglichen Sprachgebrauch, von denen wir eigentlich garnicht genau wissen, woher sie kommen oder was ihre ursprüngliche Bedeutung ist.

In der noch recht jungen Kategorie “Wusstet ihr…” möchte ich nach und nach mal etwas über die Herkunft einiger bekannter Sprichworte schreiben. Vielleicht interessierts euch ja auch.

Heute fange ich mal mit der Redewendung “Es zieht wie Hechtsuppe” an.

Vielleicht habt ihr gerade gedacht: “Ich weiß, das kommt aus dem Jiddischen von hech supha”.
Zugegeben, das ist die bekannteste Erklärungsvariante über die Herkunft dieser Redensart. Doch für viele Sprachforscher ist diese falsch.
Richtig ist zwar, dass “hech” mit “wie” und “supha” mit “Sturmwind” übersetzt wird. Falsch ist aber die inhaltliche Bedeutung. Denn “hech” hat nicht die vergleichende Bedeutung des deutschen Wortes “wie”, sondern die eines Fragewortes. So wird aus “hech supha” nicht “wie ein Sturmwind” sondern “Wie? Sturmwind!”.

Ein weiteres Argument, das gegen die landläufige Herkunftserklärung spricht, ist die Tatsache, dass “hech supha” in keiner einzigen jiddischen Niederschrift jemals erwähnt wurde. Eine Floskel, die es nicht gibt, kann daher auch nicht falsch verstanden und lautmalerisch in eine andere Sprache übernommen werden.

Wahrscheinlich stammt die Redensart doch von der Fischsuppe, die in Preußen relativ scharf gewürzt war. Das Brennen im Mund wurde häufig als ziehen beschrieben. Auch zu Schmerzen in der Brust sagte man oft: “Dat tit wie Hechtsupp”.

Ganz klären lässt sich die genaue Herkunft wohl nicht. Man kann nur sagen, welche die wahrscheinlichste ist.
Trotz allem: wir wissen ja, was gemeint ist. Oder was meint ihr?

Feierabend-Hammer

Da habe ich eben, nachdem wir bei diesem Winterwetter wieder gut von unseren Weihnachtsbesuchen zuhause angekommen sind, meine Mails abgerufen und was sehen mein noch etwas müden Augen?

Eine Benachrichtigungsmail von Alex von workablogic. Dieser hatte am 24.12. in seinem Blog Adventskalender 2010 noch drei Geschenke hinter dem Türchen, die er unter allen Kommentatoren zu einem Beitrag verlost hat.

Am 25.12. war dann große Bescherung. Und ich bin nun einer der Glücklichen, der bald einen Feierabend-Hammer sein eigen nennen darf. Der passt perfekt, denn Anfang nächsten Jahres habe ich Einiges zu renovieren. Und da ist so ein Werkzeug genau das richtige Helferlein, das mir noch gefehlt hat.

Wie so ein Feierabend-Hammer aussieht, zeige ich euch dann, wenn er bei mir eingetroffen ist.

Also, Alex, vielen Dank nochmal für diese schöne Weihnachtsüberraschung!

Gereimtes aus KW 51

In NRW hat man beschlossen,
die Kasse wird nicht zugeschlossen.
Sondern kräftig noch geleert,
obwohl kein Geld mehr dort verkehrt.
Egal, die 8 Milliarden Neu-
verschuldung stört nicht einen Deut.
Solln’s die andren später richten.
Man will partout auf Nichts verzichten.
Die Union reicht Klage ein,
doch will sie wahren nur den Schein.
Denn hätt’ sich Rüttgers nicht gedrückt,
wär dieser Coup wohl nicht geglückt.
Denn anstatt zur Wahl zu gehen,
konnt’ man ihn in Italien sehen.
Gutes Timing ist das nicht.
Aber scheinbar stört’s ihn nicht.

Doch nun schluss mit dem Gezeter,
geärgert wird sich wieder später.
Denn jetzt wünsch’ ich euch erstmal

Frohe Weihnacht, Marry Christmas, Joyeux Noël, Feliz Navidad und

Selamat Hari Natal
(das war Indonesisch)

(vor-) weihnachtliche Überraschung

Manuels Kerzen

Thomas von nicht spurlos hatte im August dieses Jahres zu einer Schlüsselband-Aktion aufgerufen, an der ich auch teilgenommen habe. Hintergrund der Aktion ist Manuel, der begeisterter Sammler von Schlüsselbändern ist.

Die Aktion war ein riesen Erfolg, und Manuel hat sich so sehr über die zahlreichen Zusendungen gefreut, dass er jedem Spender eine Kerze, die er in seiner Behindertenwerkstatt selbst hergestellt hat, als Dankeschön und Weihnachtsgruß schenken wollte.

Da der Kreis der Spender aber zu groß war, wurden die Kerzen an die Aktionsteilnehmer verlost. Und ich bin nun einer der glücklichen Empfänger von zwei der Kerzen, über die ich mich sehr gefreut habe.

Beide Kerzen sind -dank Thomas’ fürsorglicher Verpackung- wohlbehalten bei uns angekommen und senden ihr Licht nun ins tief verschneite Bergische Land.

Also, Manuel, vielen Dank für deine schöne (vor-) weihnachtliche Überraschung!

Leckeres Hüftgold

4. Advent

Früher war der Advent eine Fastenzeit ähnlich wie heute (eigentlich) noch die Passionszeit vor Ostern. Doch davon ist nichts mehr übrig geblieben. Denn die Regale in den Geschäften sind voll mit Leckereien, an denen man kaum vorbeigehen kann.

Für viele gehört z. B. auch der Marzipan fest zur weihnachtlichen “Vorbereitungszeit”. Meine Frau gehört zu denjenigen.

Und wer hat’s erfunden?
Ganz klar, die Lübecker!

Doch jetzt müsste -ähnlich wie in der Werbung- eigentlich jemand am Handtuchzipfel ziehen. Denn obwohl Lübeck eng mit dem Marzipan verbunden ist, wurde dieser dort nicht erfunden.

Der wahre Ursprung dieses leckeren, aus Mandeln, Zucker und Rosenwasser hergestellten Hüftgoldes liegt im arabischen Raum. Über den Handelsplatz Venedig erreichte die süße Spezialität erst im 13. Jahrhundert Europa. Im gleichen Jahrhundert wurden dann aber auch schon in Lübeck Mandeln als Grundrohstoff für Marzipan eingeführt. Und in den Archiven der alten Hansestadt lagern Dokumente aus dem 16. Jahrhundert, die die ersten Versuche zur Herstellung von Marzipan dokumentieren.

Die Lübecker waren also nicht die Erfinder, aber sie haben schon früh den Grundstein für die dortige Marzipan-Tradition gelegt.

Heute ist die Grundrezeptur in einer RAL-Verordnung festgelegt. Danach darf sich Marzipan nur dann “edel”“ nennen, wenn dieser einen Anteil von 90 Prozent Marzipanrohmasse enthält.

In diesem Sinne: guten Appetit!

Gereimtes aus KW 50

Die Reise nach Afghanistan
von Guttenberg kam nicht gut an.
Dass er mitnahm seine Frau
fanden viel nicht sehr schlau.
Und Kerners Live-Talk wär erst recht
als Idee besonders schlecht.
Ob man sowas soll vermeiden
mag jeder für sich selbst entscheiden.

Berlusconis “Kaiser-Thron”
wackelte bedenklich schon.
Die Misstrauensfrage sollte klären
ob er sich noch kann bewähren.
Mit ‘ner Mehrheit von drei Stimmen
konnte er die Wahl gewinnen.
So mancher Arsch – man muss erkennen -
lässt sich nicht vom Stuhl mehr trennen.

Viele träumen jedes Jahr
von “Weißer Weihnacht”, ist doch klar.
Und diesmal sieht’s beinah so aus,
dass auch wird etwas daraus.
Nur eines kann die Stimmung kippen:
Immer dieses Schneeschippen.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

JMStV gekippt

Tja, da haben wir uns nun aufgeregt über die Novellierung des Jugendschutz-Staatsvertrages und dann war alles wieder mal umsonst.

Denn NRW wird wohl als einziges Bundesland nach Berichten der Kölnischen Rundschau bzw. der dpa dieser Änderung nicht zustimmen. Damit ist dieser Jugendschutz-Staatsvertrag hinfällig.

Also, erstmal alles wieder auf Null und ganz normal weiterbloggen!

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

JMStV – und was nun?

Ja, so oder so ähnlich könnte es vielleicht im neuen Jahr auf vielen Websites aussehen. Oder es bleibt im schlimmsten Fall sogar Dunkel.

Es wurde in vielen Foren und Blogs noch viel mehr diskutiert über Sinn und Unsinn der Änderungen im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.

Ehrlich gesagt, ich sehe das etwas entspannt. Denn hier wird nicht viel Schlimmes zu lesen sein. Eventuelle Schimpfwörter, die hier natürlich nicht vorkommen , kennt jedes Kind schon aus dem Kindergarten. Und den unter 6 Jährigen dürfte das Lesen auf diesem Blog sowieso etwas schwer fallen.

Ich denke, da wird Einiges wieder viel heißer gekocht, als es gegessen wird. Wobei ich absolut dafür bin, dass diesen Massenklagen irgendwelcher dubioser Anwaltskanzleien – wie es bei der Impressums-Pflicht schonmal der Fall war – einen Riegel vorgeschoben gehört.

Also erstmal abwarten, was sich nächstes Jahr wirklich so tut.

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

Ein etwas anderer Flash Mob

Ich denke, da würde jeder von uns erstaunt in sein Brötchen beißen bei soviel Spontanität. Seht’s euch einfach mal an:

Da das Video nicht ganz ins Layout passt, hier noch der Original-Link:
Christmas Flash Mob