Monatsarchiv: Juli 2011

Lebensgefahr “Flashmob” ?

Die Brutalität und Abgebrühtheit, mit der ein Amokläufer am Freitag in Oslo bzw. auf der 40km entfernten Insel Utøya seine Taten umgesetzt hat, ist kaum zu begreifen. Angeblich hat dieser die Tat schon vor Jahren geplant.

Nachdem er in Oslo eine Autobombe gezündet hatte, ließ er sich zwei Stunden später als Polizist verkleidet auf die Insel Utøya bringen, auf der 600 Jungsozialisten campierten. Dort erschoss er 92 Jungendliche.

Der politisch motivierte Attentäter suchte sich gezielt diese Gruppe aus, um möglichst viele Personen seiner Zielgruppe töten zu können.

Bei diesen Aussagen muss man sich die Frage stellen, wie sicher im Internet arrangierte Flashmobs bzw. Facebook-Aufrufe zu Massenversammlungen sind. Denn, wie leicht es ist, über soziale Netzwerke viele Menschen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zusammenzuführen, konnte man ja in der letzten Zeit oft genug beobachten.

Aus dem Stegreif

Ihr habt richtig gelesen. Stegreif wird ohne “h” geschrieben. Denn der Begriff hat nichts mit dem Verb ‘stehen’ zu tun. Er ist vielmehr mit dem Steigbügel am Pferdesattel verwandt.

Der untere Teil, auf dem der Fuß abgestellt wird, hieß Steg. Der Bügel, der sich im Bogen darüber anschließt, wurde Reif genannt.

Damals wie heute war und ist es oftmals notwendig, seine Untergebenen für eine Sache zu motivieren. Vorallem wenn man als Heerführer seine Soldaten auf die bevorstehende Schlacht einstimmen musste. Damit man auch in der letzten Reihe gesehen und gehört werden konnte, blieb man dabei nicht einfach im Sattel sitzen, sondern stellte sich in die Steigbügel. Und da solche Ansprachen vorher selten von irgendeinem Ghostwriter geschrieben wurden, motivierte der Feldherr seine Soldaten mit einer spontan gehaltenen Rede, also aus dem Stegreif.

Verpennt

Ich habe ja hier schon geschrieben, wie es mit meinem Zeitmanagement aussieht. Und dabei habe ich ganz übersehen, dass ich den ersten Beitrag dieses Blogs an dem Tag vor genau einem Jahr geschrieben habe.
Tja, wie schnell die Zeit vergeht!

Im letzten Jahr habe ich eine Menge neuer Blogs kennen gelernt und der ein oder andere ist auch im RSS-Reader bzw, in der Blogroll hängen geblieben.

Außerdem habe ich an der Schlüsselband-Aktion von Thomas teilgenommen und dabei zwei Kerzen zu Weihnachten bekommen, ein Feierabend-Hammer von Alex (damals noch workablogic.de, heute offenes-blog.de) hat mir meine Arbeit in unserem neuen Heim erleichtert und Supermagneten (auch von Alex) schützen mein Zettelchaos an der Pinnwand vor der Schwerkraft.

Vielen dank nochmal besonders an Thomas und Alex aber auch an alle Leser, die diesen Blog besuchen.

Es ist doch Einiges passiert im letzten Jahr und ich bin gespannt, was das kommende so bringt.

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

 

Gereimtes aus KW 28 / 2011

Der WM-Traum ist geplatzt,
da man gegen Japan patzt.
So ist man früh schon ausgeschieden
und damit nicht grad zufrieden.
Doch man muss auch verlieren können
und dem Gegner den Sieg gönnen.
Zumal auch Japans Fußball-Team
konnte ins Finale einziehn.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Alles geht so schnell

Schon wieder Donnerstag!
Und schon wieder sitze ich hier und versuche ein paar Zeilen für Gereimtes aus KW … zusammenzuklopfen. In letzter Zeit fällt mir das immer schwerer, wie man auch unschwer an den Ergebnissen erkennen kann. Allgemein ringe ich jede Woche von neuem darum, etwas Kontent für diesen Blog zu schreiben. Aber irgendwie habe ich zur Zeit so viel um die Ohren, dass mir dazu oft die Muße fehlt.

Ein Punkt hat direkt mit dem Umzug Anfang des Jahres und der damit verbundenen Sanierungsmaßnahmen zu tun. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen. Je nachdem aber, wie das Ganze sich weiterentwickelt, werde ich sicherlich hier noch ordentlich vom Leder ziehen.

Ihr merkt, da ist schon ‘ne Menge Wut im Bauch.

Ich hoffe, dass sich die Dinge bald ändern werden und ich wieder mehr Zeit und Muße zum Schreiben habe.

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

Gereimtes aus KW 27 / 2011

Uns’re Frauenfußball-Nationalmannschaft
hat die Vorrunde geschafft.
Hoffen wir, dass man nun dann
auch gegen Japan bestehen kann.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Einen Zahn zulegen

Wieder geht es um eine Redewendung, die sicher jeder von euch schon mal benutzt hat, ohne allerdings groß nach deren Herkunft zu fragen. Bevor ich hier aber eine Erklärung dazu abgebe, möchte ich euch erstmal fragen, ob ihr eine Idee habt oder sogar wisst, woher diese Redensart kommt?

Alex von offenesblog.de brachte mich auf diese Idee.

Also, was meint ihr ?

Gut, bevor der Andrang bei den Kommentaren zu groß wird, hier nun die Antwort:

Zahn zulegen

Es mag sein, dass der ein oder andere die Redewendung nutzt und dann einen Termin beim Zahnarzt seines Vertrauens macht. Doch sie hat nichts mit dentalen Restaurationsplanungen zu tun.

Die häufigste aber wohl falsche Herleitung soll aus dem Mittelalter stammen. Damals wurde zum Kochen meist ein großer Kessel an einer Art Zahnstange über das offene Herdfeuer gehängt. Je nachdem auf welche Höhe man den Topf hängte, konnte man die Gargeschwindigkeit regulieren. Kündigten sich unerwartet Gäste oder eventuell auch vorzeitig der Ehemann zum Essen an, musste man (Frau) zusehen, dass das Essen schneller fertig wurde. Man hakte daher den Kessel an einem der unteren Zähne der Stange ein, damit er dichter über dem Feuer hing.

Eher ist aber die Herkunft, die u. A. so auch der Duden erklärt, wohl im Fahrzeugbau zu suchen. Dort wurden nämlich die Handgashebel bei den ersten Autos in die Zähne eines Zahnkranzes eingerastet und so die verschiedenen Geschwindigkeitsstufen festgelegt.

Im Laufe eines Jahres – Juli

Bachlauf

Juli

Würzig liegt ein frischer Duft
nach kräft’gem Gewitterregen
in der sommerlichen Luft.
Das Nass ist wie ein Segen