Monatsarchiv: August 2011

Deutschland ist reich

Zu dieser Ansicht könnte man kommen, wenn man die Meldung über den Wiederaufbau des Berliner Sadtschlosses hört. 2013 soll der erste Spatenstich für das 552 Millionen Euro (geplante Höchstgrenze) teure Projekt stattfinden.

Nach Vollendung soll das neue Schloss ein Kulturzentrum mit Namen Humboldt-Forum beherbergen. Wer mehr erfahren möchte, kann sich hier schlau machen.

Wieder ein Beitrag zum Aufbau Ost, über dessen Kosten, Sinn und Zweck sich sicher kontrovers diskutieren lässt.

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

“Witz am frühen Morgen”

Da habe ich eben meinen PC angemacht um meine Mails abzurufen, und was müssen meine noch etwas müden Augen sehen?

Eine “wichtige” Mail von PayPal mit dem Hinweis, dass sie meine Daten nicht überprüfen können und ich mich neu freischalten lassen müsse.

Ich muss nicht erwähnen, dass dies mal wieder eine Fishing-Mail war. Aber diese ist so grottenschlecht und billig gemacht, dass ich sie euch nicht vorenthalten will (mal abgesehen von der falschen Kunden-Nr.)

Diese E-Mail wurde Ihnen von PayPal an Sie informieren, dass wir nicht in der Lage, Ihre Daten zu überprüfen waren.
Dies könnte darauf zurückzuführen sein, einen der folgenden Gründe haben:

1. Eine aktuelle Änderung Ihrer persönlichen Daten. (zB: Adresse, Telefonnummer)
2. Das Einreichen falscher Informationen während der Registrierung verarbeiten.

Um sicherzustellen, dass Ihr Dienst nicht unterbrochen wird, bitten wir Sie um zu bestätigen, und aktualisieren Sie Ihre Informationen heute unter folgendem Link:

Wieder Zugriff auf Ihr PayPal Konto

Vielen Dank für Ihre prompte Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit. Antworten Sie nicht auf diese E-Mail.
E-Mail an diese Adresse kann nicht beantwortet werden.
Kunde 318423

© PayPal 2011

Den Link habe ich natürlich “entschärft”, damit nicht doch etwas passiert

Trauer um einen großen Humoristen

Gestern ist einer der für mich größten Humoristen, Vicco von Bülow alias Loriot, mit 87 Jahren gestorben. Unvergessen sind die Sketche und Filme, die er zusammen mit der leider auch schon verstorbenen Evelyn Hamann gespielt hat.

Ich erinnere nur an die Nudel, den Kosakenzipfel oder das Jodeldiplom bzw. an Filme wie Papa ante Portas oder Ödipussi.

Der scharfsinnige und hintergründige Humor war sein Markenzeichen, den ich einfach klasse finde.

 

Türmen

Nein, das ist jetzt kein Aufruf an euch, liebe Leser, meine Website schnellstmöglich wieder zu verlassen. Dafür gäbe es auch -hoffe ich- keinen Grund und ist von mir absolut nicht gewünscht.

Vielmehr möchte ich mal wieder einen weiteren Begriff erklären, der -wie soll’s auch anders sein- seinen Ursprung in früher Vergangenheit hat.

Für die Herkunft des Begriffs türmen werden zwei Möglichkeiten in Betracht gezogen.

Möglichkeit 1:
Im Mittelalter waren die Zeiten nicht immer sicher und es gab damals wie heute den ein oder anderen Nachbarschaftsstreit. Dieser wurde weniger juristisch denn handgreiflich ausgefochten (heute ist das meist umgekehrt). Aus diesem Grund besaß (fast) jede Burg einen sogn. Bergfried oder Wehrturm. Auf / in diesen zog man sich zurück, wenn der angreifende Feind die Burg erstürmt hatte. Dieser Rückzug wurde aus Sicht des Angreifers türmen genannt.

Möglichkeit 2:
In der Vergangenheit wurden gerade in Städten die Gefängnisse meist in Stadttoren bzw. Türmen untergebracht. In Köln war dies z. B. das Hahnentor. Wenn ein Gefangener es tatsächlich mal geschafft hatte, diesen Turm unrechtmäßig zu verlassen, sprach man davon, dass er getürmt sei.

So, wieder was gelernt ;-) .

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

Sebawiwi

Gut, als Eltern lernt man mit der Zeit die Sprache der eigenen Kleinen. Aber zugegeben: Manchmal steht man dann doch etwas auf dem Schlauch.

Zum Beispiel heute.
Der Lütte und ich waren kaum im Garten, um die mit den Jahren schon etwas buschige Tujenhecke in ihre Schranken zu weisen, da bemerkte ich, dass es um mich rum plötzlich still wurde. Als ich mich umblickte, sah ich den Lütten, wie er hochkonzentriert vor sich hin starrte und mit leisen Stöhngeräuschen ordentlich am drücken war.

Das Ergebnis seiner Bemühungen war kurz darauf olfaktorisch auch deutlich zu vernehmen. Also die Gartenarbeit erstmal beendet, den Lütten geschnappt und hoch ins Kinderzimmmer auf den Wickeltisch.

Nachdem die an eine Biowaffe grenzende Hinterlassenschaft beseitigt war, wollte ich schnell wieder die Kinder-Notdurft-Sicherung in Form einer Windel anlegen. Damit löste ich aber direkt Protest aus. Der Lütte riss mir den Hightech-Entsorger aus den Händen und rief nur laut: “Sebawiwi”.

Jetzt war guter Rat teuer. Denn ein erneuter Versuch meinerseits, die Windel wieder anzulegen, führte nur zum selben Ergebnis: “Sebawiwi”.

Bisher hatte ich immer gedacht, dass ich doch ganz gut verstehe, was mein Filius meint. Aber meine Ratlosigkeit führte nur dazu, dass er die Box mit den Windeln auf den Kopf stellte und immer wieder von “Sebawiwi” sprach. Um seine Forderung noch zu unterstreichen, hielt er mir ein Bündel seiner Einweg-Hosen direkt unter die Nase. “Man Alter, so schwer kann das doch nicht sein”, so meinte ich aus seinem Blick seine Gedanken lesen zu können.

Und plötzlich ging mir ein Licht auf. Auf den Windeln sind immer zwei drei Tiere aufgedruckt.  Zum Beispiel Giraffen, Vögel und ja …  auch Zebras.

Er wollte also unbedingt eine Windel mit einem Zebra anziehen. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass in der ganzen Box keine zu finden war.

Also ab in den Schrank und schnell eine gesucht. Denn mit einer vollen Windel auf dem Tisch und einem unten rum ungesicherten Kleinkind will man ja kein Risiko eingehen und vor allem keine Zeit verlieren. Zum Glück war der Hersteller so gnädig und hat seine Bilder gut gemischt. Somit fand sich dann auch die gewünschte Sebawiwi (Zebrawindel) in einem der Kartons und ich konnte den Lütten endlich wieder sichern.

Manchmal ist das Leben hart ;-) .

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

Ins Fettnäpfchen treten

Wem ist es nicht schon passiert?
Ehe man sich versieht, mitten rein in den nächsten Fettnapf.
Heutzutage macht man sich dabei aber wenigstens nicht mehr die Füße oder das gute Schuhwerk schmutzig. Damals aber, in der Zeit, aus der diese Redensart stammt, war dies etwas anders.

Früher war es üblich, den guten Schinken in der Küche an die Decke zu hängen. Die Wärme sorgte langsam dafür, dass das Fett flüssig wurde und vom Schinken tropfte. Damit dieses den Boden nicht verschmutzte, stellte man einen kleinen Teller oder Napf unter, in dem das Fett aufgefangen wurde. Wer nun nicht aufpasste und in diesen Fettnapf trat, machte sich zumindest bei der Küchenmagd unbeliebt, die die Sauerei wieder entfernen musste. Und damals gab es keine glasierten Fliesen!

Ich bin wieder hier …

… in meinem Revier.

Nach 10 Tagen Urlaub mit etwas besserem Wetter als es z. Zt. hier im Bergischen ist, sitze ich wieder an meinem Rechner und melde mich zurück.

Jetzt werde ich peu à peu meine Mails und den Feedreader abarbeiten und überlegen, mit was ich euch hier bald wieder bequatschen “beschreiben” werde.

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

Im Laufe eines Jahres – August

Meerblick

August

Der Blick schweift über’s Wasser hin
zum Schiff weit in die Ferne.

Die Sonne spiegelt sich darin,
glitzernd wie tausend Sterne