Dieses Frühjahr haben wir endlich mal wieder Urlaub auf Sylt gemacht. Die Gründe waren zum einen, dass es uns dort sehr gut gefällt, und zum anderen ist ja auch die frische Meeresluft sehr gut für die Atmungsorgane.
Besagte frische Luft hat aber noch eine weitere Eigenschaft: Sie macht sehr müde. Zumindest meine bessere Hälfte und mich.
Das ist ja im Urlaub auch nicht weiter schlimm, hat man doch normalerweise die Möglichkeit, durch beliebige Ausweitung der Ruhezeiten den erhöhten Schlafbedarf zu kompensieren.
Normalerweise, wenn man nicht gerade mit dem Lütten unterwegs ist. Dieser schien absolut resistent gegen die Seeluft zu sein. Zumindest was sein Schlafverhalten anging.
Pünktlich zwischen 06:00 und 06:30 Uhr wurde er wach und verkündete, dass es draußen schon hell sei. Die leider nicht komplett verschließbaren, herstellungsbedingten Ritzen in den Rollos ließen darüber auch keine Zweifel aufkommen.
Die Vögel begrüßten draußen zwitschernd den neuen Tag und der Lütte pfiff drinnen quasi auf unsere Bitten, ruhig zu sein und uns noch etwas schlafen zu lassen.
Doch zwei Tage vor Urlaubsende hatte er Erbarmen mit uns. Pünktlich zur eben erwähnten Uhrzeit – wir waren quasi noch in unserer REM-Phase – schoss er aus dem Bett, öffnete das Rollo und brachte die aufdringlichen Piepmätze vor dem Fenster mit folgenden Worten äußerst lautstark zur Raison:
Vögel, ihr ruhig sein sollt! Mama und Papa noch schlafen wollen!
Das Federvieh war relativ unbeeindruckt, der Lütte kam zurück ins Bett und wir begannen unseren vorletzten Urlaubstag.
Ach ja, Kinder sind was schönes.