Klar, wikipedia ist aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Tagtäglich werden millionen von Anfragen an die Online-Enzyklopädie gestellt, natürlich sind auch von mir welche dabei. Und eigentlich gibt es Nichts, was dort nicht auf irgendeine Weise behandelt wird.
Aber genau da liegt auch der Hase im Pfeffer: Auf irgendeine Weise. Denn über den Wahrheitsgehalt der Artikel wird schon seit der Gründung des Portals 2001 immer wieder gestritten.
So klagen zum Beispiel immer wieder Prominente darüber, dass über sie Pseudo-Tatsachen berichtet werden, die nicht stimmen. Nach zum Teil eigenhändiger Korrektur war ein paar Tage später wieder der selbe Unfug zu lesen. Das Gleiche gilt auch für viele andere Sachthemen.
Aber es ist ja auch kein Wunder. Jeder Artikel wird durch Administratoren betreut. Diese entscheiden letztendlich was in welcher Form im Artikel zu lesen ist und haben damit eine nicht unerhebliche Verantwortung gegenüber den Nutzern.
Die “Hüter von Wikipedia” sind aber natürlich keine Alleswisser und Irren ist ja bekanntlich auch Menschlich. Es sei ihnen auch verziehen, wenn, ja wenn nicht einige von ihnen so hoch auf ihrem Ross säßen und etwas zuviel an Arroganz zeigten.
Denn manchmal scheint es nicht an einer Irrung zu liegen sondern ganz einfach an mangelnder Kompetenz und damit einhergehender Selbstüberschätzung, dass Artikel entweder fehlerhaft sind oder interessante, weiterführende Informationen zu einem Thema gelöscht werden.
Diese Erfahrung habe ich selber auch machen müssen. 2008, zum Beginn der Immobilien- und damit der auch heute noch aktuellen Wirtschaftskrise, habe ich mit einem Bekannten eine kleine Animation erstellt, um den etwas komplexen Sachverhalt etwas plausibel zu machen. Bei wikipedia als Link (Flash-Animation) eingetragen, flog dieser nach kurzer Zeit wieder raus. Begründung: Nicht sachbezogen oder so ähnlich.
Nunja, so schlecht konnte diese Animation nicht gewesen sein, bekamen wir doch u. A. eine Anfrage vom niedersächsischen Kultusministerium, das diese auf einer CD veröffentlichen will.
Mit einer anderen von mir betriebenen Internetseite, die ebenfalls auf wikipedia verlinkt war, geschah Ähnliches. Der Link flog nach längerer Zeit plötzlich raus. Hier lautete der Grund: Auf der Seite befände sich Werbung und der Betreiber sei nicht ortsansässig.
Stimmt beides. Doch ist der Anteil an Werbung sehr gering in Bezug auf den Gesamtinhalt. Irgendwie muss man ja versuchen, die Unkosten zu minimieren. Und dass ich nicht “vor Ort” bin, ist wohl noch keine Aussage über die Qualität der Inhalte. Zumal die historischen Themen von einem mir bekannten Kunsthistoriker und ehemaligen Mitarbeiter des Kölner Stadtkonservators recherchiert wurden.
Aber was solls. Man wird daran Nichts ändern können.
Es sei denn, der Brockhaus erschiene auf der digitalen Bildfläche. Das wäre für mich eine Alternative, die ich direkt nutzen würde.