Design ist nicht alles

Designer sind ja meistens äußerst kreativ und haben auch einen Sinn für Ästhetik. Aber die Funktionalität bleibt leider oft auf der Strecke.

Das ist mir bei meiner Arbeit im Bereich Webentwicklung oft schon aufgefallen. Aber auch im täglichen Leben begegnet einem so Manches, bei dem man sich denkt: schön aber Driss!

So haben wir ein paar WMF-Kochtöpfe, deren Glasdeckel mit Edelstahlgriffen versehen sind. Jetzt könnte man meinen, dass sich die Hersteller Gedanken gemacht und die Griffe thermisch isoliert haben. Falsch gedacht. Die Dinger werden so heiß, dass man sie nur mit Topflappen o. ä. anfassen kann. Einen beherzten Griff, wenn z.B. mal etwas überkocht, sollte man tunlichst vermeiden, will man sich keinen Satz heiße Griffel holen.

Also, liebe Designer: schön ist zwar schön, aber bitte die Funktionalität nicht aus dem Auge verlieren!

Waren das Zeiten!

Wenn ich so den ein oder anderen Blog besuche und neben den Artikeln natürlich auch mal nachlese, wie der eben besuchte Blog entstand, kann ich mir oft ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Viele von den Bloggern sind junge Leute, die schon ein paar Jahre Blogszene auf dem Buckel haben. Da wird von den Anfängen mit WordPress berichtet, als diese Software quasi noch in den Kinderschuhen steckte.

Sehr amüsant. Und das meine ich nicht überheblich sondern wirklich so. Denn ich muss dann immer an meine ersten Zeiten mit dem Computer bzw. dem Internet zurückdenken.

Gut, so alt bin ich nun auch noch nicht. Aber ich habe immerhin mit einem Schneider CPC 6128 mit 64K(!) Diskettenlaufwerk angefangen. Das war eine Hausnummer und dem zur gleichen Zeit viel genutzten Commodore 64 -kurz auch C64 genannt- überlegen.

Da wurde noch mit BASIC selbst programmiert, sonst lief da gar nichts. Auch grafische Dinge -soweit man davon bei einem monochromen Monitor sprechen konnte- wurden mit Matrix-Codes selbst zusammengezimmert. Jedes Pixel eines Cursor-Feldes wurde mit 1 oder 0 gesetzt/nicht gesetzt.

Dann kam die Zeit meines ersten PCs. Ein 386er. Wahnsinnsmaschine! 1500 DM mit etwas Software und einem Nadeldrucker. Etwas später habe ich mir dann für sage und schreibe 300 DM eine Soundkarte gekauft. Vergleichbares würde heute wohl 10 Euro kosten. Auch ein CD-Rom-Laufwerk habe ich mir dann angeschafft. Dabei musste man aber erstmal in der config.sys und autoexec.bat ein paar Parameter für die Speicherverwaltung einstellen, damit die Programme auf der CD überhaupt liefen.

Ja und irgendwann Mitte der 90er kam dann auch ein Modem ins Haus. 33,6 kb Transferrate. Tja, damals hats noch gereicht. Da waren Internetseiten noch recht spartanisch aufgebaut. Das hatte aber auch sein Gutes. Denn den wahren/interessanten Inhalt der Seiten hat man direkt gefunden. Keine Werbung, keine Flackerbildchen, nichts dergleichen. Naja, und soviele Seiten gab es eh noch nicht. Google? gabs nicht und war auch (noch) überflüssig!

WordPress und ähnliches gab es ebenfalls noch nicht. Webspace war nicht bezahlbar. PHP? MySQL? keine Chance! Ein Mailkonto bei germanynet war erstmal das Einzige, was man sich leisten konnte/wollte. Für einen aussagekräftigen Alias-Namen wie z.B. stephan@germanynet.de musste man allerdings 10 DM extra löhnen. Aber was macht man nicht alles.

Alles noch garnicht so lange her. Aber viel hat sich geändert in dieser Zeit. Viele der Blogger schwammen noch im großen Teich, als das Internet zum (öffentlichen) Leben erwachte. Bin mal gespannt, was sich in Zukunft noch alles so tut.

Prominent?!

Da tummeln sich seit einiger Zeit wieder ein paar “Sendungen” auf den Tv-Kanälen, in denen irgendwelche Personen versuchen, etwas zu kochen, sich das Rauchen abzugewöhnen oder ihre eigenen Grenzen auszuloten.

In den Programmankündigungen wird dann immer von Promis geredet. Ich habe da aber noch keinen entdecken können. Für mich sind das Leute von der Straße.

Gut, vielleicht liegt es daran, dass ich mir weder DSDS, Big Brother oder ähnliches ansehe. Aber ist denn gleich jeder prominent wenn er ein-, zweimal sein Gesicht in die Kamera hält und selten etwas Intelligentes von sich gibt?

Meiner Meinung nach wird mit dem Begriff “Promi” mittlerweile doch schon sehr inflationär umgegangen.

Kölner Geschäfte …

…werden millionenfach am Tag verrichtet.

Kein Wunder, dass man dafür 2400 km Abwasserleitungen benötigt. Einen ganz ganz kleinen Teil davon habe ich mir gestern bei einer Führung der Stadtentwässerungsbetriebe in Köln angesehen.

In der Nähe des Ebertplatzes ging es ein paar Stufen in die Unterwelt. Nur dumm, dass Ammoniak die Nase frei macht. So blieb mir trotz Erkältung der Geruch leider nicht erspart.

Trotzdem war es schon interessant, was man da so erfahren hat. Außerdem wird es nicht viele Städte geben, die Teile ihrer Kanalisation mit einem Kronleuchter erhellen. Und es werden dort sogar auch Konzerte aufgeführt, die ständig ausgebucht sind. Mein Ding wäre das ja nicht, aber wer’s mag…

Wer auch mal so eine Führung (ca. 30-45 Minuten) mitmachen möchte, dem hilft vielleicht folgender Link weiter:

Führung Kronleuchtersaal Köln

Das ganze ist kostenlos. Aber ein paar Taler für die Kaffekasse kann man ja geben, denn Pecunia non olet!

Blaues “Wunder”

Neulich war ich in der Stadtbibliothek in Köln, um mir ein paar alte Stadtanzeiger-Ausgaben anzusehen. Irgendwann verspürte ich das Verlangen, etwas Ballastwasser abzulassen.

Als ich dann das gewisse Örtchen betrat, erlebte ich quasi mein “blaues Wunder”. So eine Beleuchtung hatte ich noch nicht gesehen. Warum diese “Einrichtung” so illuminiert war, konnte ich mir nicht ganz erklären. Doch dann viel mir ein, dass ich mal davon gehört hatte, dass es auf diese Weise Fixern erschwert werden soll, die Venen zu finden, und sie damit von dem “Ort” fernzuhalten.

Ganz ehrlich, bei der Beleuchtung muss auch bei Nichtfixern der Drang schon groß sein, um hier sein “Eau de Cologne” abzugeben.

Der Kölner Zoo hat Geburtstag

Genau heute vor 150 Jahren öffnete der Kölner Zoo zum ersten Mal seine Tore.

Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

Zu diesem Jubiläum werden dort in den nächsten Tagen interessante Aktionen stattfinden. Informationen rund um das Geburtstagskind gibt es hier.

Hotline – WA(H)N – Sinn

WLAN-Router

Hier mal eine kleine Geschichte:

Gestern rief mich ein Bekannter an, und schilderte mir verzweifelt ein Netzwerk-Problem. Seine einzige und für ihn wichtigste Aussage lautete: “Es geht nicht, ich komme nicht ins Internet.

Nun muss man dazu sagen, dass er nicht gerade deeeer Spezialist auf diesem Gebiet ist. Muss man ja auch nicht, wozu hat man Bekannte?
Aber dann sollte man auch die Finger von den Einstellungen lassen und erst anrufen!

Nun gut, zu spät.

Also versuchte ich mir ein imaginäres Bild über die “Hotline” von der Situation zu machen:

Hast du WLAN?
WAS?
Ist dein Laptop an ein Kabel angeschlossen?
Ja, mit der Steckdose!
Nein, ich meine, ob du per Funk ins Internet gehst?
Achso, ja!
Besteht eine Verbindung zu deinem Router?
Wie sehe ich das?
Meistens ist in der Taskleiste unten rechts ein Symbol mit im besten Fall grünen Balken oder so ähnlich.
(Nach kurzer Stille) Nein, ist grau.

OK, zuerst verbindest du am besten mal deinen Laptop über ein LAN-Kabel mit deinem Router. Wir müssen nämlich prüfen, ob das WLAN per WEP oder WAP verschlüsselt ist. Denn die KEYS müssen übereinstimmen.
Aaach sooo.

Am besten wir checken dann noch, ob der Router als DHCP eingestellt ist. Wenn nicht, müssen wir die IPs prüfen.
Mhm.

Dann werfen wir noch einen Blick auf die WAN-Einstellungen und die LOGIN-Daten deines Providers.

Auf der anderen Seite war es plötzlich still und ich konnte deutlich die Gedanken meines Bekannten über das Telefon hören: LMAA.

OK, das war auch etwas zuviel Technik auf einmal für einen Normaluser.
Ich glaube, ich fahre besser mal hin.

Pipi im Becken

Ich bin ja nicht der Schwimmfan, ansonsten würde es mich schon nachdenklich machen.

Bei einem Schwimmbadtest stellte sich heraus, dass bis zu 60 Liter(!) Pipi im Becken waren. Das heißt, dass etwa 200 bis 300 SchwimmerInnen mal eben so nebenbei etwas Ballast abgelassen haben. Früher nannte man soetwas im großen Stil auch Verklappung.

Und dieses Schwimmbad ist da keine Ausnahme. Denn was wir gemeinhin als den typischen Schwimmbad- / Chlorgeruch wahrnehmen, entsteht nur in Verbindung mit Urin. Reines Chlorwasser ist nahezu geruchsneutral, so wie unser Leitungswasser.

Also, beim nächsten Schwimmbadbesuch den Mund nicht zu voll nehmen!

Fußballnation

Na endlich: Unser Bundesjogi Löw bleibt für weitere zwei Jahre unser Nationaltrainer. Der DFB hat mit ihm nach einigem hin und her den Vetrag verlängert. Bis zur EM scheint also erstmal alles gesichert.

Ich habe förmlich den Aufseufzer der Erleichterung unserer Fußballnation gehört, als die Meldung über den Äther (mittlerweile müsste es wohl Ether heißen) geschickt wurde.

Na dann steht einem EM-Pokal ja nichts mehr im Wege.

“Orakel” Facebook

Sehr merkwürdig fand ich das schon. Da habe ich eine Mail von einer Bekannten von mir mit der Einladung zu Facebook bekommen. Und am Ende dieser Mail waren drei Fotos zu sehen, von denen Facebook orakelte, dass ich die dort abgebildeten Personen kennen könnte.

Das Orakel war nicht schlecht, denn die abgebildeten Personen kenne ich tatsächlich. Nur folgendes ist seltsam:

  1. ich bin nicht bei Facebook angemeldet, habe dort also keinerlei Daten über mich hinterlassen,
  2. die drei mir bekannten Personen stehen in absolut keiner Beziehung zu derjenigen, die mir die Einladung geschickt hat.

Da fragt man sich mittlerweile schon, wer was über wen schon alles weiß und in wie weit diese Daten miteinander verknüpft/vernetzt sind. Also, ruhig bei Payback und Co. mitmachen. Denn die kennen wahrscheinlich eh schon alles Wissenswerte über euch.

Der heise – Verlag hat darüber auch schon berichtet. Den Artikel dazu findet ihr hier.