Blog Adventskalender 2014 – 6. Söckchen: Weihnachten

6. SöckchenErstmal möchte ich euch, liebe Leser, hier zum 6. Söckchen des von Alex organisierten Blog-Advenstkalenders begrüßen.

Tja, und schon ist es bald wieder so weit: Wir feiern Weihnachten. Die einen mit Würstchen und Kartoffelsalat, die anderen mit Gänsebraten, Rotkohl und Klößen und wieder andere mit … wie auch immer. Jeder eben so, wie sie/er es mag.

Und so mancher kommt in der Vorweihnachtszeit statt in Vorfreudenstimmung auf dieses Fest eher wieder in Stress. Sei es, weil man sich Gedanken macht, ob es wirklich wieder Würstchen geben soll oder doch mal etwas anderes. Oder wegen der Stress-Frage schlechthin: Was schenke ich wem?

Doch wie viele Gedanken machen wir uns in diesen Tagen über das Fest selbst?

Nehmt euch einfach mal beim Lesen dieses Textes die paar Minuten Zeit und kommt etwas runter.

Woher kommt eigentlich der Begriff „Weihnachten“?

Das ist recht schnell erklärt. Er leitet sich aus dem mittelhochdeutschen „ze den wihen nahten“ her, was so viel wie „zu den geweihten/heiligen Nächten“ bedeutet. In diesen „Nächten“ feierte man die Geburt von Jesus Christus; nach dem Glauben der Christen der Erlöser der Menschen. Und obwohl der genaue Tag der Geburt nicht überliefert wurde, wird schon seit dem 4. Jhd. in Rom dieses Fest am 25. Dezember gefeiert.

Doch wie kam es ausgerechnet zu diesem Datum als „Feiertag“?

Nun, dafür gibt es zwei Deutungen:
Eine Theorie geht davon aus, dass die römische Kirche dieses Fest als Gegenpol zum heidnischen Fest der Wintersonnenwende setzen wollte.

Die andere Deutung basiert einfach auf einen mathematischen Gedanken: Da man schon in frühen Zeiten vom 25. März als Tag von Jesu Empfängnis ausgingen („Verkündigung des Herrn“ bzw. „Mariä Verkündigung“), war es nur logisch, dass dann neun Monate später, also am 25. Dezember, Jesu geboren sein musste.

Wie auch immer: Fest steht, dass der 25. Dezember als Geburtstag von Jesus gefeiert wird und nicht –wie häufig aufgrund der Feierlichkeit vermutet- der 24. Dezember. Heiligabend ist „nur“ der Vor- (-Freude) Abend.

Übrigens wären die stressgeplagten Geschenke-Sucher im Mittelalter „die Ruhe selbst“ gewesen. Denn zu dieser Zeit war das gegenseitige Beschenken völlig unbekannt. Dieser Brauch kam erst im 18. Jahrhundert auf.

Anders sieht es mit dem Brauch des Krippe-Aufstellens aus. Denn eine europaweite Verbreitung fand schon ab dem 16. Jahrhundert durch die Jesuiten statt. Die erste Krippe des Ordens stand um 1560 in einem Kloster in Portugal. Doch die Idee zur ersten Weihnachtskrippe hatte schon der Heilige Franz von Assisi. Er hielt bereits 1223 in Greccio (Italien) eine Krippenfeier mit lebenden Tieren ab.

So, nun aber erstmal genug zu diesem Thema.
An dieser Stelle wünsche ich euch ruhige und besinnliche (Vor-) Weihnachtstage und viel Spaß mit den kommenden Söckchen.

Das morgige findet ihr bei schienenreisen.commendweg.com oder fulanos-worte.de.

PS: Diejenigen, die zum heutigen Datum vielleicht etwas zum Thema „Nikolaus“ erwartet haben, können sich gerne meinen schon früher erschienenen Beitrag „Nikolaus, wer war er wirklich“ ansehen. Alle anderen natürlich auch ;-) .

15 Gedanken zu „Blog Adventskalender 2014 – 6. Söckchen: Weihnachten“

  1. Dankeschön fürs Vorbeischauen im 19. Adventsöckchen im Schienenreisen-Blog. :-)

    Sowas… habe ich Dein Söckchen am 6. Dezember ganz übersehen? Ich dachte, ich hätte ganz gewissenhaft eines nach dem anderen brav gelesen. Aber vielleicht hat der von Dir zitierte Weihnachtsstress zugeschlagen.

    Nundenn: Ich wünsche Euch allen ein besinnliches, ruhiges Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2015!

    1. Stephan sagt:

      Bei der Vielzahl an Beiträgen kann schonmal etwas durchgehen ;-).
      Ich wünsche dir auch eine schöne Weihnachtszeit und eine gute Reise!

      1. Dankeschön! Am 31.12. geht’s nach Indien – wird sicherlich spannend. :-)

  2. Erdbeere sagt:

    Hi Stephan,
    ich hatte gestern den ersten Kommentar via iPad hinterlassen. Entweder hat es nicht funktioniert, oder ich bin im Spam Ordner gelandet.

    Wie auch immer, Dein Söckchen ist sehr interessant :-)

    Lieben-auch-ich-wünsche-eine-beschauliche-Weihnachtszeit-Gruß,
    Erdbeere

    1. Stephan sagt:

      Hallo Erdbeere,

      merkwürdig, Dein Kommentar ist hier nirgends angekommen, obwohl Du als Kommentatorin schon freigeschaltet bist.
      Freut mich, dass Du Dich nochmal gemeldet hast und danke für Dein Feedback.

      Ich-wünsch-dir-auch-eine-schöne-Adventszeit-Gruß zurück ;-) .

  3. Nila sagt:

    Super, dein Beitrag. Viele haben nämlich schon den eigentlichen Grund des Weihnachtsfestes vergessen. Und das wiederum finde ich sehr schade.
    Ich wünsche dir noch eine schöne restliche Adventzeit

    1. Stephan sagt:

      Hallo Nila,

      danke für Dein schönes Feedback.
      Dir auch eine schöne Adventszeit!

  4. christiane sagt:

    Ich lese immer gern, woher Worte oder Bräuche stammen.
    Deshalb vielen Dank für Deinen Beitrag und einen gemütlichen 2.Advent.

    1. Stephan sagt:

      Hallo Christiane,

      freut mich, dass Dir mein Beitrag gefallen hat. Wenn Dich solche Themen interessieren, bist Du hier eigentlich genau richtig. Denn unter „Wusstet ihr…“ gibt es noch mehr interessante Beiträge dieser Art.

      Dir auch einen schönen 2. Advent!

  5. Alex sagt:

    Wie immer ein informativer Beitrag von dir und somit auch ein interessantes Söckchen. Ja, leider setzen sich viele Leute zu sehr unter Stress in der an sich so beruhigenden Zeit. Es fällt eventuell Schnee, die Natur sieht wunderschön aus, die Familie kommt zusammen und was machen die Menschen? Stressen sich. Ich versuche Jahr ein Jahr aus das Fest und die Tage vor- und nachher zu genießen und muss sagen, es gelingt. Gleiches wünsche ich Euch allen hier drin ebenfalls. :)

    1. Stephan sagt:

      Seit dem wir Erwachsenen uns nichts oder nur eine Kleinigkeit schenken, fällt zumindest der Geschenke-Stress weg. Und vielleicht muss man sich einfach auch nur mal etwas zur Ruhe „zwingen“.

  6. daggi sagt:

    Gestern wurde irgendwo auf Facebook gefragt, was man mit der Vorweihnachtszeit verbindet und das erste, was mir eingefallen ist, war tatsächlich „Stress und Hektik“. Das hat mich sogar selbst erschreckt.

    Aber nun habe ich erst einmal ein paar Tage frei und werde auch versuchen, hier Ruhe einkehren zu lassen :)

    LG
    Daggi

    1. Stephan sagt:

      Hallo Daggi,
      leider geht es den meisten wohl so wie dir (und mir). Meist soll zum Jahresende auch beruflich noch unbedingt dieses und jenes Projekt abgeschlossen werden.
      Ich wünsche dir schöne und ruhige Frei-Tage.

  7. Sabienes sagt:

    Interessant, was du da über die Geschichte des Weihnachtsfest erzählst! Das mit der Krippe wusste nicht mal ich ;-)
    LG
    Sabienes

    1. Stephan sagt:

      Hallo Sabienes,
      ja, ab und zu lernt man was dazu ;-) .
      Freut mich, dass der Weg hierhin für dich nicht umsonst war.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.