Konfetti

KonfettiIn der gerade aktuellen fünften (kölner) Jahreszeit werden sie wieder oft verstreut und sorgen bei denen, die sie wieder entsorgen müssen, meistens nicht gerade für Begeisterung: Konfetti.

Aber warum heißen Konfetti eigentlich so?

Der Name hat seinen Ursprung im Italienischen. Denn früher war es im Karneval z. B. in Rom üblich, dass sich die Narren gegenseitig mit Bonbons und Konfekt (ital. = confetto) bewarfen (das ist ja bei uns heute auch üblich).

Später wurde das Konfekt durch kleine, bunte Gipskügelchen und noch etwas später durch Papierschnipsel ersetzt.

Die Bezeichnung für diesen “Ersatz” blieb jedoch bis heute erhalten.

So, leev Jecke, vill Spass beim fiere un drieft et nit ze doll!

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

Gereimtes aus KW 10 / 2011

Der Pseudo-Biosprit E10
bleibt quasi “im Regale stehn”.
Der Autofahrer ist gehemmt
und tankt lieber das, was er kennt.
Und die, die Tankstellen besitzen,
bleiben auf der Plörre sitzen.
So zeigt die Politik erneut:
nicht alles was sie will, erfreut.

Mit Karneval, da ist jetzt Schluss,
der gute Christ nun fasten muss.
Doch in gut sechs Wochen dann
man wieder richtig schlemmen kann.
Denn mit Schoko-Has’ und Eiern
kann man richtig Ostern feiern.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Gereimtes aus KW 9 / 2011

Zufrieden jetzt wohl viele sind:
zu Guttenberg räumt seinen Spind.
Befehligt wird die Bundeswehr
nun von Thomas de Maizière.

Diese Karnevals-Session
nähert sich dem Höhepunkt schon.
Dröm well ich nit vil Zick verleere:
All üch Jecke, vil Spass beim fiere!

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Was Karneval mit Ostern zu tun hat

Wir sind ja besonders hier im Rheinland wieder voll in der Karnevalszeit angekommen und bis zum Höhepunkt ist es nicht mehr weit.

Vielleicht hat der ein oder andere von euch sich auch schon gefragt, warum Karneval einmal Ende Januar und ein anderes Mal erst Anfang März gefeiert wird. Ähnlich verhält es sich z.B. auch mit Pfingsten (Mai/Juni) und anderen sogenannten beweglichen Feiertagen. Nun, im Endeffekt hängt alles mit Ostern zusammen. Das ist das zentrale und höchste Fest des Christentums, von dessen Termin alle anderen beweglichen Feiertage berechnet werden.

Sehen wir uns deshalb das Datum von Ostersonntag etwas näher an.
Im Jahr 325 wurde auf dem ersten Konzil von Nicäa festgelegt, dass Ostersonntag auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fallen soll. Das kann frühestens der 22.03. und spätestens der 25.04. sein. Ein Unterschied von fast vier Wochen! So verschieben sich analog auch alle übrigen beweglichen “Feiertage”.

So auch Karneval bzw. der Aschermittwoch. Dieser leitet die 40tägige Fastenzeit vor Ostern ein und soll an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste verbrachte, erinnern. Doch Moment mal: Von Aschermittwoch bis Ostersonntag sind es doch 46 Tage! Nun, das liegt daran, dass der Sonntag ein fastenfreier Tag ist und somit nicht mitgezählt wird. Zieht man also die Sonntage zwischen Aschermittwoch bis Ostersonntag von den 46 Tagen ab, erhält man die 40 Fastentage.

Und woher stammt der Begriff Karneval?
Hier werden meist zwei Herleitungen angeführt.
Zum einen soll sich der Begriff aus dem Lateinischen von carne levare = Fleisch wegnehmen bzw. carne vale = Fleisch, lebe wohl herleiten und sich auf die bevorstehende Fastenzeit beziehen.

Zum anderen wird Karneval oft auch von carrus navalis abgeleitet. Zu Römerzeiten wurde dieses “Schiff auf Rädern” bei jährlichen Umzügen zum Wiederbeginn der im Winter meist eingestellten Schifffahrt durch die Straßen geführt. Hieraus soll sich auch die Tradition des Narrenschiffs entwickelt haben. Einige Sprachwissenschaftler sprechen sich jedoch gegen diese Theorie aus, da der Begriff carrus navalis im klassischen Latein nicht existiert.

Wie dem auch sei. Grübelt nicht allzu lange über die Namensherkunft nach. Feiert lieber!

In diesem Sinne: Alaaf zesamme!

Gereimtes aus KW 45

Im Wendland gibt’s große Proteste
gegen die “Atomstrom-Reste”.
Kein Wunder, ist doch noch gar nicht geklärt,
ob sich Gorleben als Endlager tatsächlich bewährt.
Schließlich will man die ganzen Atommüll-Gefahren
1 Millionen Jahre lang sicher verwahren.
Doch, wenn nötig, hält irgendwann jedes Erdloch im Land
nach Politiker-Meinung jeder Prüfung stand.

Schäubles Pressesprecher Offer
packte kurzerhand die Koffer.
Denn sein Chef -ganz ungeniert-
hatte ihn recht diffamiert.
Vielleicht gab’s Grund für die Kritik,
doch, der rechte Ton macht die Musik!

In vielen deutschen “Schunkel-Städten”,
geh’n auf die Straße wieder die Jecken.
Bevor es Weihnacht wird im Hause,
startet man nochmal die große Sause.
Und die Session ist diesmal lang!
Darum viel Spaß beim Karnevalsanfang!

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!