Wieder ein Schaltjahr – aber warum?

29. Februar

Heute ist wieder einmal so ein außergewöhnlicher Schalttag, der 29. Februar. Allen heutigen Geburtstagskindern wünsche ich erstmal alles Gute. Denn in den nächsten 3 Jahren wird der Geburtstag wohl wieder erst am 1. März quasi nachgefeiert werden.

Wie kam es eigentlich zu den sogenannten Schaltjahren und der Einführung dieses Schalttages?
Nun, unser Kalender-Jahr besitzt 365 Tage á 24 Stunden. Doch dies entspricht leider nicht genau einem Sonnenjahr. Denn dieses hat exakt 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten, 45,261 Sekunden. Das führt im Laufe der Zeit dazu, dass sich die Jahreszeiten verschieben. Ohne Ausgleich würden wir also irgendwann im Sommer Schlitten fahren (sofern es Schnee gibt).

Diese Abweichung glich Julius Cäsar ca. 45 v. Chr. aus, indem er im neuen julianischen Kalender alle vier Jahre im Februar einen weiteren Tag einführte. Damit reduzierte er die Abweichung um einen Tag in ca. 128 Jahren.

Für ihn reichte diese Genauigkeit, da Brutus ihm ja bekanntermaßen 44 v. Chr., also nur ein Jahr nach der Einführung des Kalenders, ein jähes Ende bereitete.

Doch im Jahr 1582 belief sich die Differenz schon etwa auf 10 Tagen, was dazu führte, dass der astronomische Frühlingsanfang schon am 11. März stattfand, statt, wie auf dem ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325 beschlossen, am 21. März.

Papst Gregor XIII ließ deshalb im selben Jahr ein paar Tage ausfallen und strich den 5. bis 14. Oktober einfach aus dem Kalender. Die Abfolge der Wochentage behielt er jedoch bei, sodass ein Freitag auf einen Donnerstag folgte.

Im heute gebräuchlichen gregorianischen Kalender führte er noch eine weitere Regel ein: Alle Sekularjahre, also alle Jahre, die ein Jahrhundert abschließen (z. B. 1700, 1800, 1900 etc.) und durch 400 geteilt keine natürliche Zahl ergeben, sind keine Schaltjahre. Damit verringert sich die Abweichung auf etwa einen Tag in 3000 Jahren.

Das sollte für die meisten von uns ausreichend genau sein ;-) .

In diesem Sinne, ne schöne Jrooß
Stephan

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